Nachteile der bKV

Ehrlich betrachtet – und wie Sie jeden Punkt lösen

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Für Mitarbeitende

Für Arbeitgeber

Das Wichtigste in Kürze


Auch die betriebliche Krankenversicherung hat Schwächen. Für Mitarbeitende sind das vor allem die Begrenzung auf ein Jahresbudget, die Konkurrenz zu anderen Sachbezügen und das Ende des Schutzes beim Jobwechsel. Für Arbeitgeber sind es laufende Kosten, etwas Aufwand in der Lohnabrechnung und arbeitsrechtliche Fragen, die vor der Einführung geklärt sein sollten.

Die meisten dieser Nachteile lassen sich mit der richtigen Gestaltung entschärfen. Wie, zeigen wir Ihnen Punkt für Punkt.

Nachteile für Mitarbeitende


NachteilWas das bedeutetSo lösen Sie das
Leistungen sind auf das Budget begrenztIst das Jahresbudget aufgebraucht, gibt es im laufenden Jahr keine weiteren Erstattungen aus dem Budget.Budgethöhe passend zur Belegschaft wählen; teure Bereiche wie Zahnersatz oder Krankenhaus über Zusatzbausteine absichern.
Der Schutz endet beim AustrittMit dem Ende des Arbeitsverhältnisses endet in der Regel auch die bKV.Vorab klären, ob und zu welchen Bedingungen Mitarbeitende den Schutz als Einzelvertrag fortführen können. Das unterscheidet sich je nach Versicherer und Tarif.
Konkurrenz zu anderen SachbezügenDie 50-€-Freigrenze gilt für alle Sachbezüge zusammen. Tankgutscheine oder Guthabenkarten müssen eventuell reduziert werden.Vor der Einführung prüfen, welche Sachbezüge es gibt, und die Benefits sinnvoll aufteilen.
Unter Umständen Steuern und AbgabenLiegen alle Sachbezüge zusammen über 50 € im Monat, wird der gesamte Betrag steuer- und beitragspflichtig.Beitrag und andere Sachbezüge so planen, dass die Grenze eingehalten wird, oder den Betrag durch den Arbeitgeber pauschal versteuern lassen.
Kein Einfluss auf den TarifTarif und Budgethöhe legt der Arbeitgeber für alle fest.Viele Versicherer bieten Mitarbeitenden an, den Schutz auf eigene Kosten zu erweitern. Fragen Sie im Beratungsgespräch nach den Möglichkeiten.

Nachteile für Arbeitgeber


NachteilWas das bedeutetSo lösen Sie das
Laufende KostenDer Beitrag fällt jeden Monat für alle versicherten Mitarbeitenden an.Eine Budgetstufe wählen, die zum Personalbudget passt. Die Beiträge sind Betriebsausgaben.
Aufwand in der LohnabrechnungDie bKV braucht eine eigene Lohnart, und die Freigrenze muss überwacht werden.Einmalig mit dem Lohnbüro einrichten. Wie das geht, zeigt unsere Seite bKV in der Lohnabrechnung.
GleichbehandlungWerden nur einzelne Mitarbeitende versichert, braucht es sachliche Gründe für die Auswahl.Klare Kriterien festlegen, etwa alle Festangestellten nach der Probezeit.
Schwer wieder abzuschaffenWird die bKV über längere Zeit ohne Vorbehalt gewährt, kann daraus ein Anspruch entstehen (betriebliche Übung).Die Zusage schriftlich und mit passenden Vorbehalten gestalten und arbeitsrechtlich prüfen lassen.
Der Benefit muss erklärt werdenWer die Leistungen nicht kennt, nutzt sie nicht, und der Effekt auf die Mitarbeiterbindung bleibt aus.Die Einführung mit einer kurzen Info-Veranstaltung und verständlichen Unterlagen begleiten.

Und die Vorteile?


Den Nachteilen stehen deutliche Vorteile gegenüber. Mitarbeitende erhalten sofortigen Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung und spüren den Benefit im Alltag, etwa bei der Brille oder der Zahnreinigung. Für Arbeitgeber ist die bKV ein Mittel, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, und sie lässt sich im Rahmen der Freigrenze ohne Steuern und Sozialabgaben gewähren.

Mehr dazu auf unserer Seite Vorteile der bKV.

Häufige Fragen


Für wen lohnt sich die bKV trotz der Nachteile?

Vor allem für Unternehmen, die im Wettbewerb um Fachkräfte stehen und einen Benefit suchen, den Mitarbeitende regelmäßig nutzen. Entscheidend ist, dass Budget und Kosten zur Belegschaft passen.

Was passiert mit dem Restbudget beim Austritt?

Mit dem Ende der Versicherung endet auch der Anspruch auf das Budget. Erstattet werden nur Leistungen, die während der Versicherungszeit entstanden sind.

Kann der Arbeitgeber die bKV wieder beenden?

Der Gruppenvertrag mit dem Versicherer lässt sich nach den vereinbarten Fristen beenden. Gegenüber den Mitarbeitenden kommt es darauf an, wie die bKV zugesagt wurde. Deshalb lohnt sich eine sorgfältige Zusage von Anfang an.

Über den Autor


Thomas A. Stanislawczyk

Thomas A. Stanislawczyk

Inhaber der AXA Geschäftsstelle Thomas A. Stanislawczyk mit Hauptsitz in Münster und vier weiteren Standorten in NRW. Berät Arbeitgeber zur betrieblichen Krankenversicherung der AXA.

Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 4 GewO, eingetragen im Vermittlerregister der DIHK unter D-DLVK-.40MP6-35 (vermittlerregister.info). Mehr über uns

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